Der Sommer im Château d' «A»
Mit dem Sonnenuntergang wich die Hitze des Sommers einer angenehmen Wärme. Der große Raum unter den hohen Dach des alten Bauernhauses war von unzähligen Kerzen illuminiert. Das Kerzenlicht tauchte die Szenerie in ein goldgelbes, fast unwirkliches Halbdunkel.
Die Gäste hatten an der langen Tafel Platz genommen, die Damen trugen einen Hauch von Schwarz und dazu silbrig feucht glänzende Perlen. Ihre Lingerie, ihre Corsetts, ihre hauchzarten Schals und Strümpfe betonten ihre Weiblichkeit mehr als sie zu verbergen.
Sie, die das erste Mal an einem solchen erotischen Dinner teilnahm, genoss die Situation sichtlich: Das Essen, den Sekt, den Kerzenschein, die Gespräche, die Berührungen über und unter dem Tisch - kurz, die hocherotische Stimmung, die zunehmend den Raum füllte und auch sie ergriff.
Und zusehends wurde sie mutiger: Sie genoss die streichelnden Hände und erwiderte die Zärtlichkeiten, lies ihre Hände leicht über (und bald auch zwischen) die Schenkel ihrer beiden Tischherren zur Linken und zur Rechten wandern. Und irgendwann reifte in ihr der prickelnde Entschluss, dass einer der Herren aus dieser Runde ihr ganz persönliches Dessert sein würde...